
Mohs Geschichte
Moh lebte als Kind in einem ShelterBox Zelt, nachdem er aus seinem Familienhause vertrieben wurde. Erfahren Sie mehr über seine Geschichte.
Fatima hatte ein ruhiges Leben in Nigeria, wo sie aufgewachsen war. Ihr Mann verdiente durch Landwirtschaft seinen Unterhalt und ihre Kinder gingen jeden Tag in dem Dorf, in dem sie lebten, zur Schule.
Sie erinnert sich: „Ich weiß noch, dass ich damals unbeschwert war. Wir waren nicht reich, aber es fehlte uns an nichts, wir führten ein angenehmes Leben. Mein Mann tat normalerweise alles, was er konnte, für uns.“
Doch an einem sonnigen Freitagmorgen erlebte Fatima etwas, was ihr Leben für immer verändern würde.
Boko Haram griff ihr Dorf an und tötete dabei ihre Angehörigen und verletzte viele. Lesen Sie weiter, um zu erfahren, wie Fatima entkommen und schließlich ein neues Leben anfangen konnte.

„Ich werde nie den Tag vergessen, an dem sich mein ganzes Leben in einen Albtraum verwandelte. An jenem Freitag waren alle aus der Moschee zurückgekehrt und unterhielten sich fröhlich miteinander – es war ein ganz normaler Tag für uns. Meine Kinder spielten mit ihren Freunden. Ich ließ mir bei einer Freundin die Haare flechten, und mein Mann spielte mit anderen Männern Songho (ein traditionelles Spiel).
Plötzlich hörte ich ein unbeschreibliches Geräusch, das ich noch nie zuvor gehört hatte. Später wurde mir klar, dass es eine Explosion war, als ich sah, wie Menschen rannten und schrien.
Da stieg dichter Rauch auf. In diesem Moment begann mein Mann, meinen Namen zu schreien. Ich sah maskierte und bewaffnete Männer schießen, während überall Menschen zu Boden fielen. Ich sah Blut, Leichen und schwerverletzte Menschen.“
Fatima sammelte ihre Familie zusammen und rannte so weit, wie sie konnte. Ihre Mutter und Cousine wurden von Boko Haram getötet und ihr Mann verhaftet. Das war der Anfang von Fatimas Reise ins Minawao Lager in Kamerun.
„Ich bin mit meiner Familie geflohen, zumindest waren wir am Leben. Wir haben alles verloren, was wir hatten. Ich hatte keine Zeit, irgendetwas mitzunehmen. Ich war allein mit meinen Kindern und hatte keinerlei Unterstützung.
„Die anderen Menschen, die bei mir waren, sagten mir, dass es hier einen Ort für Menschen wie uns gäbe, und sie führten uns zum Flüchtlingszentrum.“
Die Reise nach Minawao war lang und kräftezehrend, doch Fatima schaffte es schlussendlich ins Lager. Die Lebensumstände dort waren jedoch alles andere als ideal.
„Das Leben im Zentrum war eine neue Erfahrung für uns. Wir waren an unser Haus gewöhnt, an unseren eigenen Raum.
„Meine Tochter war besorgt und fragte mich immer wieder, wann wir nach Hause zurückkehren würden und wo ihr Vater sei. Was hätte ich ihr denn antworten sollen? Wir hatten praktisch nichts zu essen oder aßen nur einmal am Tag. Wir schliefen oft auf dem Boden, da wir zu viele waren und es nicht genug Matten oder Decken für alle gab.“

Die Familie lebte vier Monate lang unter beengten Verhältnissen, mit begrenzten Nahrungsmitteln und unter schrecklichen Bedingungen. Als Fatima schließlich ein ShelterBox-Zelt und andere Haushaltsgegenstände wie Kochgeschirr erhielt, war sie erleichtert.
„Das Warten während dieser vier Monate kam mir so lang vor, und als ich hörte, dass ich eine Unterkunft nur für meine Familie bekommen würde, war ich irgendwie erleichtert, aber auch immer noch besorgt. Zumindest hatten wir vor Ort Essen, Wasser und einen Platz zum Schlafen – aber wie sollte ich für meine Kinder sorgen, sie zur Schule schicken, ihnen Kleidung kaufen und so weiter? Ich musste darüber nachdenken, wie ich Kredite bekommen könnte, um ein Geschäft zu gründen und nicht mehr ständig auf Hilfe angewiesen zu sein.“
Entdecken Sie unsere Hilfsgüter
Die Möglichkeit, mit ihren Kindern in einem eigenen Zuhause zu leben, ermöglichte es Fatima, wieder Fuß zu fassen und an die Zukunft zu denken.
„Ehrlich gesagt hatte ich am Anfang Angst davor, allein zu leben. Es war eine Herausforderung für mich, in meiner Unterkunft zu leben und jeden Tag nach Essen zu suchen, aber ich bemerkte, dass so viele Frauen in derselben Situation waren und ein einträgliches Geschäft betrieben, also beschloss ich, ebenfalls mein eigenes Unternehmen zu gründen.
„Ich habe mir Geld geliehen und angefangen, Akara (weiße Bohnen) zu verkaufen, und einige Zeit später habe ich angefangen, Donuts aus Akara zu backen und zu verkaufen.“
Mehr erfahrenFatima, wie viele Frauen im Lager, haben es geschafft, neu anzufangen und ihre Kinder zu ernähren.
Sie nutzte ihr hart erarbeitetes Geld, um mehr Material für ihr Haus zu besorgen, zusätzlich zu den Hilfsgütern von ShelterBox. Ihre beiden Kinder konnten nun endlich wieder zur Schule gehen und ihre Bildung fortsetzen.
„Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem Leben im Geflüchtetenlager und dem Leben in der Notunterkunft. Jetzt, wo ich meine Küchenutensilien habe, kann ich kochen und essen, wie ich möchte.
„Ich habe mehr Privatsphäre und kann beruhigt meinen Geschäften nachgehen, ohne mir Sorgen um meine Sachen zu Hause machen zu müssen. Meine Kinder verbringen mehr Zeit miteinander und können sich auf ihre Ausbildung konzentrieren“, sagte Fatima.

Fatima lebte 18 Monate lang in einem Zelt, bevor sie beschloss, eine halbwegs feste Unterkunft zu bauen. Über IEDA Relief, unser Partner in Kamerun, konnten wir Fatima mit Planen und Seilen versorgen. So konnte sie das Dach ihrer Unterkunft verstärken.
Trotz allem, was Fatima durchgemacht hat, hat sie nie aufgehört zu hoffen. Sie plant, ihr Geschäft auszubauen und einen Stand auf dem Markt zu mieten, um mehr Kunden zu gewinnen. Auf diese Weise kann sie ihren Kindern ein besseres Leben ermöglichen. Fatima sagt:
„Ich bin der Organisation und allen, die mir dabei geholfen haben, mein Leben wieder aufzubauen, so dankbar. Mir fehlen die Worte, um meine Gefühle angesichts dieser Großzügigkeit in Worte zu fassen. Ich werde stürmischen Zeiten mit Zuversicht entgegensehen.“