
Bahamas Hurrikan Dorian
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Seit 2009 wütet der Konflikt im Tschadseebecken. Es handelt sich hier um Region in Westafrika, die Kamerun, Tschad, Niger und Nigeria umfasst.
Der Konflikt dauert nun schon seit über 12 Jahren an, und unschuldige Menschen haben die Hauptlast zu tragen. Dennoch wird über diese humanitäre Krise immer noch nicht ausreichend berichtet.
Die Krise geht auf einen Aufstand zurück, der von der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram angeführt wird. Der Konflikt begann im Juli 2009 im Nordosten Nigerias, breitete sich jedoch schnell auf die umliegenden Länder aus.
ShelterBox ist seit 2015 im Tschadseebecken tätig. Wir unterstützen Familien, die vor der Gewalt fliehen, mit Notunterkünften und Hilfsgütern. Lesen Sie mehr darüber, wie der Konflikt begann und erfahren Sie, wie ShelterBox gefährdeten Familien hilft.
Boko Haram ist eine im Jahr 2002 gegründete extremistische Gruppe. Frei übersetzt bedeutet Boko Haram, dass die westliche Bildung verboten ist. Ziel der Gruppe ist es, die nigerianische Regierung zu stürzen.
Wann begann der Aufstand von Boko Haram?
Der Aufstand von Boko Haram begann im Juli 2009, als die Gruppe einen gescheiterten Aufstand gegen die Regierung inszenierte.
Infolgedessen starben fast 1.000 Menschen.
Die Behörden glaubten, die Gruppe zerschlagen zu haben, aber das war nur der Anfang.
Der Aufstand war der Beginn eines langen Konflikts, der noch immer in Nigeria, Niger, Kamerun und Tschad wütet.

Ursprünglich glaubten die Behörden, dass die Gewalt von Boko Haram nur im Nordosten Nigerias stattfand. Doch die Angriffe breiteten sich schnell auf die Nachbarländer aus.
Derzeit ist die gesamte Tschadsee-Region von dem Konflikt betroffen. Schätzungsweise 350.000 Menschen sind bereits ums Leben gekommen – mehr als neun von zehn davon waren Kinder.
Etwa 314.000 Todesfälle sind auf indirekte Ursachen zurückzuführen. So sind beispielsweise die landwirtschaftliche Produktion und der Handel zurückgegangen, was zu einem eingeschränkten Zugang zu Nahrungsmitteln geführt hat. Viele Familien, die früher von der Landwirtschaft lebten, können ihren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten. Und Tausende von Menschen haben keinen Zugang zu Gesundheitseinrichtungen, Unterkünften und sauberem Wasser (UNDP).
Infolgedessen benötigen über 10,6 Millionen Menschen in Nigeria, Kamerun, Tschad und Niger dringend humanitäre Hilfe.
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Wir haben mit Partnern im Tschadseebecken zusammengearbeitet, um Menschen zu erreichen, die auf der Suche nach Sicherheit aus ihren Häusern fliehen.
In Nigeria haben wir seit 2018 gemeinsam mit unserem Partner ACTED über 30.000 Menschen erreicht. Im Jahr 2022 haben wir zusammen gearbeitet, um Menschen mit einer Art von Unterkunft zu unterstützen, die als Bama-Unterkunft bekannt ist.
Die Bama-Unterkunft ist eine Holzrahmenkonstruktion mit Planenmaterial als Wand- und Dachkonstruktion. Sie hat Fenster für natürliches Sonnenlicht und Belüftung sowie eine sichere, verschließbare Tür. Sie hat eine geeignete Größe für eine sechsköpfige Familie und kann für mehr Privatsphäre von innen abgetrennt werden.
Wir haben auch Schlafmatten, Decken und Küchensets zur Verfügung gestellt, um den Menschen einen Neuanfang zu ermöglichen.

Unsere Arbeit in Kamerun begann im Jahr 2015. Wir sind derzeit die Einzigen, die im Minawao-Lager Notunterkünfte wie Zelte verteilen. Minawao ist ein Geflüchtetenlager im Nordosten des Landes.
Kamerun ist nach Nigeria das am zweitstärksten von der Krise betroffene Land. Unterentwicklung, ungleiche wirtschaftliche Chancen und der Klimawandel verschlimmern die Situation noch.
Gemeinsam mit unserem Partner IEDA Relief haben wir bisher über 100.000 Geflüchtete und Binnenvertriebene unterstützt. Wir haben Zelte, Bausätze für Unterkünfte, Seile und Planen sowie andere wichtige Haushaltsgegenstände bereitgestellt. Diese ermöglichen es den Menschen, ihr Leben nach dem Konflikt wieder aufzubauen. Zurzeit arbeiten wir daran, noch mehr Menschen zu unterstützen.
In der Vergangenheit haben wir auch im Tschad und in Niger gearbeitet.