
Katastrophen erklärt: Überschwemmungen
Überschwemmungen gehören zu den häufigsten und verheerendsten Katastrophen. Erfahren Sie mehr darüber, warum sie auftreten und ihre Auswirkungen.
Das globale Klima verändert sich in einem noch nie dagewesenen Tempo. Und das hat dramatische Auswirkungen auf die Menschen in unserer Welt.
Durch unsere Arbeit zur Unterstützung vulnerabler Communitys erleben wir zunehmend klimabedingte Katastrophen (wie beispielsweise verheerende Überschwemmungen in Honduras– Titelbild). Die sich verändernden Wettermuster beeinträchtigen auch die Nahrungsmittelproduktion und machen manche Katastrophen noch gefährlicher. Infolgedessen sind lebenswichtige Infrastrukturen wie Wasserressourcen, Energie, Verkehr, Landwirtschaft und Gesundheit sowie die lokalen Ökosysteme und die Tierwelt bedroht.
Wir sehen das, wenn wir mit Menschen zusammenarbeiten, die durch tropische Stürme, Überschwemmungen und Dürre ihr Zuhause, ihre Lebensgrundlage oder Angehörige verloren haben. Durch die Klimakrise wird das Leben in vielen Teilen der Welt immer schwieriger, und die Probleme für Menschen, die am wenigsten zum Klimawandel beitragen, werden immer größer.
Bedrohte Familien stehen an vorderster Front der Klimakrise und sind oftmals gezwungen, ihre Häuser zu verlassen, um zu überleben – entweder wegen einer Katastrophe oder um Nahrung, Wasser oder Lebensunterhalt zu beschaffen.
Schätzungen zufolge könnten bis 2050 1,2 Milliarden Menschen durch die Klimakrise vertrieben werden.

Die Erdtemperatur hat sich im letzten Jahrhundert um durchschnittlich 1 °C erhöht.

2018 erreichten die Treibhausgas-Emissionen in unserer Atmosphäre einen Wert, der stark über den in der Natur beobachteten Schwellenwerten liegt.
(*in den letzten 800.000 Jahren)

Der Meeresspiegel wird bis 2100 kontinuierlich ansteigen. Das Ausmaß dieses Anstiegs hängt davon ab, ob wir Menschen in der Lage sein werden, unsere Treibhausgas-Emissionen zu verringern.

Der Klimawandel hat zur Folge, dass mehr und mehr Stürme der Kategorien 4 und 5 auftreten.
Das sich ändernde Klima verschlimmert Extremwetterereignisse und -lagen, wie Dürren, Wirbelstürme, Überschwemmungen und Waldbrände.
Dürren sind ein natürlicher Teil des Klimas. Sie entstehen durch wechselnde Wetterverhältnisse, hohe Temperaturen und ausbleibenden Regen.
Der Klimawandel verstärkt jedoch natürlich auftretende Dürren in einigen Regionen der Welt. Somalia, das Tschadbecken und das östliche Mittelmeer haben in den letzten Jahren die verheerenden Auswirkungen besonders zu spüren bekommen.
Steigende Temperaturen, Änderungen von Niederschlagsmustern und geringere Schneefälle tragen zu einer Verschärfung der Dürrebedingungen bei.
Selbst Regionen, die keine Veränderungen der Niederschlagsmenge verzeichnen, spüren die Folgen. Denn höhere Temperaturen führen zu einem höheren Wasserbedarf und zu steigender Verdunstung, wodurch die Wasserversorgung belastet wird.
Eine der verheerendsten Konsequenzen von Dürren ist die Auswirkung auf die Nahrungsmittelversorgung. In Ländern, in denen Menschen keinen zuverlässigen Zugang zu nahrhaften Lebensmitteln haben, können Dürren einen Anstieg der Lebensmittelpreise auslösen. Dies kann soziale Unruhen, Hungersnöte und Migration nach sich ziehen.

Ich bin es leid, immer umziehen zu müssen, wenn es Überschwemmungen gibt, aber wir haben keine andere Wahl. Wir können es uns einfach nicht leisten, ein Haus außerhalb der von Flut betroffenen Gebiete zu kaufen.
Mirta, Paraguay
Wir wissen, dass wir durch unsere Arbeit zur Unterstützung der von Katastrophen betroffenen Communitys auch einen Einfluss auf die Umwelt nehmen.
Die Nutzung von Luftfracht und Energie trägt zum Klimawandel bei, die von uns produzierten Abfälle füllen Mülldeponien und die Einwegkunststoffe, die wir teilweise für unsere Arbeit benötigen, werden noch viele Generationen lang auf unserem Planeten verweilen.
Wenn wir nicht richtig damit umgehen, könnte unser Einfluss dazu beitragen, die Anfälligkeit von Communitys für Katastrophen zu erhöhen.
Deshalb bemühen wir uns, unsere Auswirkungen auf die Umwelt zu analysieren und Wege zu finden, diese zu vermeiden oder zu reduzieren.
Wir ergreifen Maßnahmen, um unseren ökologischen Fußabdruck auf verschiedene Weisen zu verringern, z. B.:

Das Unterstützen von Communitys, die ihr Zuhause durch extreme Wetterereignisse verloren haben, ist seit 25 Jahren ein wichtiger Teil unserer Arbeit.
Wir stehen an vorderster Front und helfen Menschen unmittelbar nach Katastrophen, die aufgrund des Klimawandels immer schlimmer werden.
Gerade jetzt zerstört die Klimakrise Häuser und Lebensgrundlagen. Mithilfe unserer Partner:innen arbeiten wir daran, einige der am meisten gefährdeten Menschen weltweit zu erreichen. Menschen, die die Hauptlast der zunehmenden Wetterextreme und der Verwüstungen durch Konflikte tragen.
Der Klimawandel verändert das Leben der Communitys, die wir unterstützen, unwiderruflich. Das bedeutet, dass wir bereits aktiv an der Diskussion über die Klimakrise teilnehmen.
Unsere Priorität ist es, gefährdeten Menschen zu helfen mehr Kontrolle über ihre Zukunft zu erlangen – sie wissen besser, was auf sie zukommt, als wir das jemals könnten. Indem wir den Communitys, denen wir helfen zuhören, kann unsere Arbeit bei der Anpassung an den Klimawandel helfen.

Wasserfilter können Familien helfen, verunreinigtes Wasser zu reinigen, wenn Klimaschocks die Wasserknappheit erhöhen.
Schulungen stellen sicher, dass die Menschen die Hilfe optimal nutzen können. Dazu gehören einfache Tipps zum Befestigen einer Plane oder zum Anlegen von Entwässerungskanälen.

Wo Familien Gefahr laufen mehrfach vertrieben zu werden, sind die Hilfspakete so konzipiert, dass sie mobil und flexibel sind.

Robuste Zelte, die auch starkem Wind standhalten und versehen mit Lüftungsschlitzen, die in heißeren Klimazonen bei der Belüftung helfen.