Familien in Somalia ergreifen verzweifelte Maßnahmen, um die drohende Hungersnot und die zunehmende Gewalt im ganzen Land zu überleben. Sie lassen ihre Häuser und ihre Lebensgrundlage zurück, um nach Nahrung und Wasser zu suchen.
Dies hat dazu geführt, dass mehr als 1,7 Millionen Menschen ihr Zuhause verlassen mussten. Viele Menschen unter unzumutbaren Bedingungen, ohne dass ihre Grundbedürfnisse gedeckt sind, und mit Problemen hinsichtlich Privatsphäre und Schutz. Frauen und Kinder sind besonders vulnerabel, und geschlechtsspezifische Gewalt ist keine Seltenheit.
Lesen Sie weiter, um mehr darüber zu erfahren, was in Somalia geschieht und wie wir helfen.
Was passiert in Somalia?
Die fünfte aufeinanderfolgende erfolglose Regenzeit in Somalia, Äthiopien und Kenia verschärft die schlimmste Dürre, die Ostafrika seit vier Jahrzehnten heimgesucht hat. Zwar gab es Ende 2023 Regenfälle, diese waren jedoch unregelmäßig und heftig. Während in einigen Regionen kein Regen fiel, sahen sich andere Sturzfluten ausgesetzt. 250.000 Menschen waren davon betroffen, und für dieses Jahr werden weitere Überschwemmungen erwartet.
Während Dürre und Klimawandel zu Vertreibungen führen, nehmen auch Gewalt und Spannungen im Land zu, was die Menschen dazu veranlasst, aus ihren Häusern zu fliehen. Einige sind in benachbarte Städte geflohen, viele andere jedoch sind in Geflüchtetenlagern gelandet. Es herrscht ein extremer Mangel an Unterkünften.
Millionen von Menschen wurden entwurzelt, manche sogar wiederholt. Sie ziehen aufgrund von Dürre, Konflikten oder Problemen, die durch steigende Lebensmittelpreise verursacht werden, weiter. Obwohl es im ganzen Land Probleme mit Vertreibung gibt, sind die zentralen und südlichen Regionen am stärksten betroffen.
Die Auswirkungen sind verheerend. Einem Oxfam Bericht zufolge, stirbt auf Äthiopien, Kenia und Somalia verteilt schätzungsweise alle 48 Sekunden ein Mensch an Unterernährung
Was sind die größten Herausforderungen für Menschen in Somalia?
Dürre
Nach fünf aufeinanderfolgenden erfolglosen Regenzeiten sind Somalia und andere Länder in Ostafrika mit der schlimmsten Dürre seit vier Jahrzehnten konfrontiert. Die Dürre bedeutet, dass Millionen von Menschen von einer Hungersnot bedroht sind. Wasserquellen sind ausgetrocknet, Ernten sind ausgefallen und Vieh stirbt. Hunderttausende Menschen sehen sich gezwungen, ihr Zuhause und ihre Lebensgrundlage hinter sich zu lassen. Sie sind auf der Suche nach Nahrung, Wasser und medizinischer Versorgung und legen dabei weite Strecken zurück.
Im Frühjahr 2023 gab es zwar einige Regenfälle, diese waren jedoch unregelmäßig. An einigen Orten fiel kein Regen, während andere von Sturzfluten heimgesucht wurden. Dies hat 250.000 Menschen schwer beeinflusst. Es werden außerdem weitere Sturzfluten erwartet.
Konflikt
Konflikt und Gewalt sind weiterhin maßgebliche Faktoren, die Menschen zur Flucht zwingen. Das Land erfährt momentan zunehmende Spannungen und Gewalt.
Lebensmittelpreise
Lebensmittelpreise steigen in vielen von Dürre beeinflussten Regionen, wodurch Familien nicht in der Lage sind, grundlegende Nahrungsmittel zu besorgen. Der Preis eines Lebensmittelkorbes ist in Somalia aufgrund schlechter Ernten um 36 % gestiegen. Es gibt auch Probleme aufgrund steigender Lebensmittelpreise auf den internationalen Märkten – teilweise aufgrund des Krieges in der Ukraine. Die Menschen müssen ihre Häuser und ihren Besitz verkaufen, um zu überleben.
Hängt die Krise in Somalia mit dem Klimawandel zusammen?
Dürren sind ein natürlicher Bestandteil unseres Klimas. Sie können von sich verschiebenden Niederschlagsmustern, hohen Temperaturen und ausgefallenen Niederschlägen beeinflusst werden. Der Klimawandel erhöht jedoch die Schwere extremer Dürren in einigen Regionen. Hierzu gehört auch Somalia.
Steigende Temperaturen und extremere Veränderungen der Niederschlagsmuster tragen zur Verschärfung der Dürrebedingungen bei. Eine der verheerendsten Auswirkungen von Dürren ist die Belastung der Nahrungsmittelversorgung. Dies kann zu sozialen Unruhen, Hungersnöten und Migration führen.
Während Konflikte in Somalia seit langem eine Ursache für Vertreibung sind, zwingen extreme Wetterbedingungen, die durch die Klimakrise noch verschärft werden, immer mehr Menschen dazu, auf der Suche nach Nahrung, Wasser und einem neuen Lebensraum zu fliehen.
Somalia ist anfällig für Dürren. Diese ist jedoch extrem und weitreichend, und die Menschen dort sind mit der längsten Dürreperiode der jüngeren Geschichte konfrontiert.
Erfahren Sie mehr über die Auswirkungen von Dürren.
Wie hilft ShelterBox?
Wir arbeiten mit unserer Partnerorganisation, der Juba Foundation, um tausende Betroffene im Süden Somalias zu unterstützen.
Menschen, die in Somalia auf der Flucht sind, sind aufgrund fehlender Eigentumsrechte ständig von Vertreibung bedroht. Gemeinsam mit der Juba Foundation werden wir mit Grundbesitzer:innen und der lokalen Regierung zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Menschen ein Bleiberecht für zwei Jahre haben.
Wir haben der Juba Foundation Materialien und technische Anleitung zur Verfügung gestellt, um lokal angepasste Unterkünfte zu bauen. Diese Unterkünfte bestehen aus Holzrahmen und Planen und sind robust genug, um Menschen vor extremen Wetterbedingungen zu schützen. Die Unterkünfte verfügen über Fenster und eine abschließbare Tür, die den Menschen Privatsphäre bieten. Sie bieten auch Platz, um Zeit mit ihren Familien zu verbringen, und zusätzliche Sicherheit.
In unserem jüngsten Projekt arbeiten wir erneut mit der Juba Foundation zusammen, um Unterkünfte für Menschen zu bauen, die sofort nach Hause zurückkehren wollen, sowie Notunterkünfte für diejenigen, die langfristig nach Hause zurückkehren wollen.
Wir stellen auch Hilfspakete mit anderen wichtigen Gegenständen bereit. Die Leute bekommen eine Solarlampe, die einfach, aber super wichtig ist, wenn es keinen Strom gibt. Sie leuchten in den dunklen Abenden und helfen den Leuten, mit den Küchensets, die wir geben, sicher zu kochen. Mit Sachen wie Wasserbehältern und -filtern und Moskitonetzen können die Leute sich und ihre Familien vor Krankheiten schützen. Decken und Schlafmatten sorgen dafür, dass die Leute warm und bequem liegen, vor allem nachts. Diese Sachen geben denen, die alles zurücklassen mussten, einen neuen Startpunkt.
ShelterBox ist seit 2011 nicht mehr in Somalia tätig. Daher haben wir uns die Zeit genommen, die Situation besser zu verstehen und den richtigen Partner zu finden, damit wir so effektiv wie möglich arbeiten und den Menschen helfen können, die Hilfe benötigen.
Auch im benachbarten Äthiopien konnten wir von Dürre und Konflikt Betroffene unterstützen.
Wie können Sie helfen?
Wir sind uns bewusst, dass die wirtschaftliche Lage zu Hause schwierig ist, aber wenn Sie in der Lage sind zu spenden, dann sind wir fest davon überzeugt, dass dies die beste Art und Weise ist, wie Sie helfen können. Schauen Sie sich erfahrene Hilfsorganisationen wie ShelterBox an, die in der Region tätig sind und die Hilfsmaßnahmen koordinieren.
Wenn Sie nicht spenden können, verstehen wir das. Es gibt auch andere Formen der Unterstützung. Beispielsweise durch eine Fundraising Aktion, oder dadurch, dass Sie ein Bewusstsein für die derzeitigen Katastrophen und Bedürfnisse schaffen.
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