Eine Frau trägt Decken und andere Gegenstände durch eine sandige Wüste
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Der Tschad hatte bereits vor der jüngsten Ankunft von Menschen aus dem Sudan Gewalt und Nahrungsmittelknappheit erlebt, die zu Vertreibungen geführt hatten.
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Was passiert in Tschad?

Im April 2023 eskalierten die seit langem schwelenden Spannungen zwischen dem sudanesischen Militär und der größten paramilitärischen Truppe zu gewalttätigen Zusammenstößen, die einen Bürgerkrieg heraufbeschwören könnten. Die Kämpfe zwischen den sudanesischen Streitkräften (SAF) und den Rapid Support Forces (RSF) dauern an. Seit Beginn des Konflikts am 15. April 2023 wurden mehr als acht Millionen Menschen vertrieben. Sie fliehen an sicherere Orte innerhalb des Sudan oder über die Grenzen hinweg.

Über 550.000 Menschen sind aus dem benachbarten Sudan in den Tschad geflohen und haben ihr Zuhause zurücklassen müssen. Viele haben keine angemessene Unterkunft. Darunter sind Menschen, die bereits durch frühere Konflikte im Sudan intern vertrieben wurden, sowie Geflüchtete aus anderen Ländern, die zuvor im Sudan Zuflucht gesucht hatten. Die Mehrheit der Geflüchteten sind Frauen und Kinder.

Die humanitäre Notlage war bereits vor Beginn dieses Konflikts erheblich. Diese Notlage verschärft sich täglich und wird durch die akute Nahrungsmittelknappheit im Tschad, die nun schon das vierte Jahr in Folge herrscht, noch verschlimmert. Das Land ist außerdem von starken Regenfällen betroffen, was den Transport von Hilfsgütern und -materialien erheblich erschwert. Dies schafft auch schwierige Bedingungen für die Menschen vor Ort.

Map of Chad, Nigeria, Niger, and Cameroon

Wo liegt Tschad?

Der Tschad ist ein Binnenstaat am Rande einiger der gewalttätigsten Konflikte der Welt.

Er teilt sich Grenzen mit Niger, Nigeria, Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik, Sudan, and Libyen.

Im Norden liegt die Sahara, eine erstaunliche Weite aus Staub und fließenden Sanddünen.

Der Süden wird von der sudanesischen Savanne gekennzeichnet – einem Gürtel tropischer Graslandschaften, der sich von Nigeria bis Äthiopien erstreckt.

Die Krise im Tschad ist komplex. Der östliche Teil des Landes beherbergte bereits vor dem jüngsten Zustrom von Menschen, die vor der aktuellen Gewalt fliehen, viele Geflüchtete aus dem Sudan. Das Land ist außerdem von Gewalt durch Boko Haram, Nahrungsmittelknappheit, Dürren und dem Klimawandel betroffen.

Eine Mutter und drei Kinder sitzen in einem Zelt
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Kangadji und ihre Familie erhielten 2018 Hilfe von ShelterBox. Sie waren vor der Gewalt von Boko Haram geflohen, nachdem ihr Mann und ihr Sohn durch einen Selbstmordanschlag ums Leben gekommen waren.
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War ShelterBox in Tschad bereits aktiv?

ShelterBox war bereits zuvor im Tschad und im Sudan tätig.

Im Jahr 2018 haben wir Menschen, die durch den Konflikt im Tschad vertrieben wurden, mit lebenswichtigen Unterkünften und anderen wichtigen Hilfsgütern versorgt. Dabei haben wir mit unserem Partner ICAHD (International Cooperation Action for Humanitarian Assistance and Development) zusammengearbeitet.

Im Jahr 2020 haben wir uns mit der United Peace Organisation (UPO) zusammengetan, um auf die Überschwemmungen im Sudan zu reagieren. Wir haben über 5.500 Menschen mit wichtigen Materialien für Unterkünfte versorgt. Dies folgte auf frühere Arbeiten im Jahr 2014, als wir auf Überschwemmungen im sudanesischen Bundesstaat West Nile reagierten.

Drei Kinder in Winterkleidung stehen vor einem Zelt in der syrischen Landschaft
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Lkw mit Hilfsgütern vor einem Lagerhaus im Tschad
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Hilfsgüter treffen in einem Lagerhaus im Tschad ein
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Wie hilft ShelterBox?

Wir haben uns mit INTERSOS Tchad zusammengetan, um Tausenden von Menschen im Tschad Notunterkünfte zur Verfügung zu stellen.

ShelterBox Zelte, sowie Planen und Seile wurden in Tschad verteilt. Diese können zum Bau oder zur Verbesserung von Notunterkünften verwendet werden. Wir stellen auch wichtige Hilfsgüter bereit. Dazu gehören Solarlampen, Moskitonetze, Decken, Schlafmatten und Küchensets. Die ersten Notunterkünfte werden bereits aufgebaut.

Die verteilten Hilfsgüter sind einfach, aber effektiv. Planen und Zelte schützen die Menschen vor Witterungseinflüssen. Wenn es keinen Strom gibt, helfen Solarlampen den Menschen, sich nach Einbruch der Dunkelheit zurechtzufinden. Moskitonetze schützen vor Krankheiten wie Malaria.

Es wird erwartet, dass in den kommenden Monaten noch viel mehr Menschen aus dem Sudan in den Tschad fliehen werden. Dies wird den Bedarf an Notunterkünften im Land weiter erhöhen. Wir werden Neuankömmlinge in den Transitbereichen der Flüchtlingslager unterstützen. Unsere Unterkünfte bieten ihnen ein vorübergehendes, sicheres Zuhause innerhalb des Lagers. Familien können dort bleiben, bis dauerhaftere Unterkünfte zur Verfügung stehen.

Frau mit großem Bündel auf dem Kopf

Unterstützen Sie unsere Arbeit

Wir können die Menschen im Tschad und andere weltweit, die von Konflikten und Katastrophen betroffen sind, nur mit Ihrer Hilfe unterstützen.