
Katastrophen erklärt: Lawinen
Jedes Jahr sterben weltweit über 150 Menschen durch Lawinen. Erfahren Sie mehr über Lawinen, ihre Ursachen und vieles mehr.
Erdbeben, auch als seismische Ereignisse bekannt, ereignen sich täglich auf der ganzen Welt. Die meisten davon sind zu schwach, um Schäden zu verursachen.
Doch starke Erdbeben – wie die, die Anfang dieses Jahres die Türkei und Syrien heimgesucht haben oder kürzlich Marokko – können jedoch schwere Schäden anrichten. Und wenn sie das tun, fordern sie Tausende von Menschenleben. Starke Erdbeben können auch Tsunamis und andere Katastrophen auslösen, wodurch sie noch verheerender werden.
Hier erfahren Sie alles, was Sie über Erdbeben wissen müssen.
Die kurze Antwort lautet: Nein, derzeit nicht. Heutzutage wird versucht, die Wahrscheinlichkeit zu berechnen, mit der es innerhalb eines bestimmten Zeitraums, in der Regel mehrerer Jahre, zu einem schweren Erdbeben in einem bestimmten Gebiet kommen wird. In Zukunft könnte dies möglich sein. (Quelle: USGS)
Diese Katastrophen können überall auf der Welt auftreten. Es gibt jedoch drei Regionen, in denen die seismische Aktivität weitaus intensiver ist als in anderen:
1. Der pazifische Feuerring oder der „Ring of Fire“. Er verläuft entlang des Pazifischen Ozeans, wo etwa 81 % der stärksten Erdbeben unseres Planeten auftreten.
2. Der Alpidegürtel. Er erstreckt sich von Java über Sumatra durch den Himalaya, das Mittelmeer und bis in den Atlantik.
3. Der mittlere Atlantikkamm. Der größte Teil des mittleren Atlantikkamms liegt tief unter Wasser. Aber Island, das direkt über dem mittelatlantischen Rücken liegt, hat Erdbeben mit einer Stärke von mindestens 6,9 erlebt.
(Quelle: USGS)
Um die Stärke (Magnitude) eines Erdbebens zu messen, wird in der Wissenschaft die Richterskala verwendet.
Charles F. Richter entwickelte die Skala im Jahr 1935. Eines der stärksten Erdbeben war das Beben der Stärke 7,0 in Haiti im Jahr 2010.
Laut USGS (United States Geological Survey) sind dies die vier stärksten jemals registrierten Erdbeben:

Um zu verstehen, was ein seismisches Ereignis verursacht, ist es wichtig zu wissen, was tektonische Platten sind und wie sie funktionieren.
Die Oberfläche der Erde besteht aus sich langsam aber stetig bewegenden tektonischen Platten. Dort wo diese Platten aneinandergrenzen, reiben sie aneinander, wodurch große Spannungen entstehen. Wenn die Platten dem Druck nicht mehr standhalten können, entlädt sich die Spannung mit einem Ruck. Dadurch wird Energie in Form von Wellen freigesetzt, die sich durch die Erdkruste ausbreiten und für uns spürbare Erschütterungen verursachen. Erdbeben finden dementsprechend am häufigsten in der Nähe von Plattengrenzen statt.
Den Punkt unter der Erde, an dem sich die Kraft aufbaut, bezeichnen wir als Herd. Je nach Stärke der Kraft variiert auch das Ausmaß der Erdbeben. Deshalb sind einige Erdbeben viel zerstörerischer als andere.
Ein Erdbeben kann sekundäre Gefahren oder Katastrophen auslösen, die manchmal weitaus größeren Schaden anrichten. Dazu gehören Erdrutsche, Tsunamis und Überschwemmungen.
Ein Erdbeben kann für einen Menschen ein beängstigendes und traumatisches Erlebnis sein. Hier sind einige der Auswirkungen, die eine solche Katastrophe haben kann.
Nachbeben
Nachbeben sind kleinere Erdbeben, die nach dem stärksten Beben einer Erdbebenserie auftreten. Sie können über einen Zeitraum von Wochen, Monaten oder Jahren andauern. Die stärksten Hauptbeben verursachen weitere größere, längere und viel zahlreichere Nachbeben.
Verflüssigung
Verflüssigung ist ein physikalischer Prozess, der zu Bodenversagen führen kann. Dabei verlieren tonfreie Bodenablagerungen wie Sand und Schluff vorübergehend ihre „festen” Eigenschaften. Sie verhalten sich dann eher wie dickflüssige Flüssigkeiten als wie Feststoffe. Der Effekt ist sehr ähnlich wie wenn man mit den Zehen im Sand nahe am Wasser wackelt.
Ein Tsunami ist eine Reihe von Riesenwellen, die durch Erdbeben oder
Unterwasser-Vulkanausbrüche verursacht werden.
Er schickt eine Flutwelle an Land, die oft eine Höhe von über 30 Metern
erreicht. Obwohl Tsunami-Wellen in den Tiefen des Ozeans keine großen Höhen
erreichen, gewinnen sie an Energie und Höhe, sobald sie in flachere Gewässer
gelangen.
Tsunami-Wellen können mit einer Geschwindigkeit von 500 Meilen pro
Stunde über das Meer rasen. Die Tiefe des Ozeans bestimmt die
Geschwindigkeit – in tiefen Gewässern bewegen sie sich so schnell wie ein Düsenflugzeug und werden langsamer, wenn sie flache Gewässer erreichen.
Erdrutsche
Ein Erdrutsch ist die Bewegung einer Masse aus Gestein, Geröll oder Erde einen
Hang hinunter.

Wir haben schon oft auf schwere Erdbeben und Tsunamis reagiert. Hier einige Beispiele:
Derzeit unterstützen wir Menschen, die von den Erdbeben im Februar 2023 in der Türkei und Syrien betroffen sind.
Außerdem entsenden wir ein Bewertungsteam nach Marokko, wo es kürzlich zu Erdbeben gekommen ist, um herauszufinden, welche Hilfe benötigt wird und ob wir in der Lage sind, zu helfen.