Eine Karte, die den Pfad des Wirbelsturms Freddy aufzeigt
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Der Pfad des Wirbelsturms Freddy
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Was ist in Malawi passiert?

Am 11. März 2023 ging der tropische Wirbelsturm Freddy in Madagaskar an Land, bevor er über Mosambik und Malawi zog.

Er war außergewöhnlich stark und langlebig und hinterließ weitreichende Zerstörungen in seinem Weg. Malawi war am stärksten betroffen. Unaufhörliche Regenfälle verursachten katastrophale Überschwemmungen, die Land und Häuser verwüsteten und viele Menschen töteten.

Expert:innen gehen davon aus, dass der Wirbelsturm der am längsten anhaltende und stärkste tropische Wirbelsturm ist, der jemals weltweit gemessen wurde.

 

Ein ShelterBox Ehrenamtlicher unterhält sich mit einer Mitarbeiterin von Habitat for Humanity
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Im Einsatz nach dem Wirbelsturm Freddy in 2019
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Wie hat ShelterBox reagiert?

ShelterBox hat nach dem tropischen Wirbelsturm Freddy ein Bewertungsteam nach Malawi geschickt.

Unser Team sprach mit potenziellen Partnern und arbeitete daran, herauszufinden, wie wir Familien mit Notunterkünften unterstützen können.

Wir haben bereits mehrmals in Malawi gearbeitet, unter anderem 2019 nach dem Zyklon Idai. Die Auswirkungen von Freddy sollen fünfmal schlimmer gewesen sein als die von Idai.

Zyklon Freddy: Kurzinfos

Warum ist Zyklon Freddy ein rekordverdächtiger tropischer Wirbelsturm?

Expert:innen gehen davon aus, dass Zyklon Freddy der am längsten andauernde und stärkste tropische Wirbelsturm sein könnte, der jemals weltweit gemessen wurde.

Akkumulierte Energie – Freddy verzeichnete die höchste akkumulierte Energie, die je für einen einzelnen Wirbelsturm gemessen wurde. Obwohl es sich nur um einen einzigen Sturm handelte, wurde während seiner Lebensdauer mehr Energie gemessen, als man in einer gesamten nordatlantischen Hurrikansaison zu erwarten hätte.

Rekordlänge – Freddy entwickelte sich am 6. Februar 2023 und dauerte 34 Tage. Der bisherige Rekord wurde von Taifun John gehalten, der 1994 31 Tage andauerte.

 

Welche Auswirkungen hatte der Zyklon Freddy in Malawi?

Der Präsident von Malawi hat den tropischen Wirbelsturm Freddy als verheerender bezeichnet als jede andere Katastrophe, die Malawi je erlebt hat.

Über eine halbe Million (650.000) Menschen wurden vertrieben und leben nun in Lagern und Gebäuden wie Schulen.

Fast 4.000 Menschen wurden nach dem Einsetzen der Überschwemmungen gerettet. Einige blieben in schwer zugänglichen Gebieten gestrandet.

In vielen betroffenen Gebieten regnete es auch nach dem Wirbelsturm weiter, was die Suche und Rettung erschwerte.

 

War der Zyklon Freddy eine Folge des Klimawandels?

Tropische Stürme wie Hurrikane und Zyklone sind ein natürlicher Bestandteil unseres Klimas.

Der Klimawandel führt zwar nicht dazu, dass die Zahl der Tropenstürme zunimmt, aber die steigenden Temperaturen bewirken, dass die Stürme viel intensiver werden und weitaus verheerendere Auswirkungen haben. In den letzten Jahren ist die Zahl der Stürme der höchsten Kategorie – Kategorie 4 und 5 – deutlich gestiegen.

Forschungsergebnisse deuten auch darauf hin, dass die Klimakrise die Geschwindigkeit von Tropenstürmen beeinflusst, so dass sie sich langsamer bewegen, was zu größeren Zerstörungen führt.

Eine Frau läuft durch überschwemmte Straßen in Honduras

Unterstützen Sie unsere Arbeit

Katastrophen wie diese ereignen sich jeden Tag. Da die Temperaturen weiter steigen, werden die Stürme immer heftiger und haben weitaus verheerendere Auswirkungen.

Wir setzen uns dafür ein, weltweit Menschen zu erreichen, die dringend Unterstützung benötigen; aber wir können es nicht allein tun.