Was passiert in Myanmar?

Myanmar wurde von einem verheerenden Erdbeben der Stärke 7,7 heimgesucht, das große Zerstörungen anrichtete. Dies ist eine große humanitäre Krise.

Auf das Erdbeben folgte etwa 12 Minuten später ein starkes Nachbeben der Stärke 6,4. Die Erschütterungen waren bis nach Thailand und China zu spüren, während das Epizentrum des Bebens im Zentrum Myanmars lag. Nur zwei Wochen nach dem Beben der Stärke 7,7 ereignete sich in Zentral-Myanmar ein weiteres schweres Erdbeben der Stärke 5,5.

Eine Million Menschen sind aus ihren Häusern vertrieben worden. Die Krankenhäuser in Myanmar sind überlastet und extreme Temperaturen von über 40 Grad Celsius erhöhen die Risiken für die Bevölkerung und die Einsatzkräfte. Da die Wasservorräte knapp sind, wächst die Gefahr von Krankheiten.

Überall in Myanmar werden Menschen vermisst oder vermutlich tot, ihre Häuser sind in Schutt und Asche gelegt. Für Tausende besteht die einzige Möglichkeit darin, in beschädigten Häusern zu leben, zu fliehen oder unter freiem Himmel zu schlafen. Der aktuelle Konflikt macht die Lage innerhalb Myanmars noch gefährlicher. Schwere Regenfälle erschweren die Hilfsbemühungen zusätzlich.

Die Menschen brauchen dringend humanitäre Hilfe. Die erste Hilfe ist bereits eingetroffen, ko. zentriert sich aber bisher auf die städtische Gebiete. Die notleidenden Menschen brauchen dringend sauberes Wasser, Lebensmittel und Notunterkünfte.

Wie hilft ShelterBox?

Unsere Einsatzkräfte sind sowohl in Myanmar als auch in Thailand tätig, um Notunterkünfte in den am stärksten betroffenen Regionen bereitzustellen.

Das ganze Ausmaß der Schäden wird immer deutlicher. Die Menschen brauchen sauberes Wasser, Unterkünfte und wichtige Haushaltsgegenstände wie Moskitonetze, Wasserfilter und Hygienesets.

Die Menschen, die außerhalb der Städte in Myanmar leben, erhalten kaum Unterstützung und leben unter freiem Himmel oder in beschädigten Unterkünften. Auf diese Gebieten konzentrieren wir uns.

Wir führen derzeit Gespräche mit einem potenziellen Partner vor Ort. Ebenfalls arbeiten wir eng mit anderen humanitären Organisationen und unserem Rotary-Netzwerk zusammen.

Welche Herausforderungen gibt es bei dem Einsatz in Myanmar?

Es ist ein unglaublich herausforderndes Umfeld und bis humanitäre Hilfe ankommt, wird es Zeit brauchen. Wir wollen die Menschen zwar so schnell wie möglich mit Hilfe versorgen, aber es ist wichtig, dass wir dies auf die richtige Weise tun, damit wir den Menschen, die durch den Konflikt und das Erdbeben gefährdet sind, keinen Schaden zufügen.

In Myanmar herrscht Krieg – das macht die ohnehin schon schwierigen Maßnahmen noch komplexer. Organisationen, die in Myanmar tätig sind, benötigen entsprechende Genehmigungen und die Reisefreiheit in die betroffenen Gebiete ist extrem eingeschränkt. Die Einfuhr von Hilfsgütern nach Myanmar und ihre anschließende Beförderung dorthin, wo sie benötigt werden, ist äußerst kompliziert. Daher werden wir zum Beispiel Notunterkünften von lokal Zimmerleuten bauen lassen.

Das politische und sicherheitstechnische Umfeld ist komplex, aber wir arbeiten hart daran, die Nothilfe zu denjenigen zu bringen, die sie am dringendsten benötigen.

Ihre Unterstützung ist entscheidend dafür, dass diese Hilfe möglich ist.

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Mit welchen Herausforderungen sind die Menschen nach dem Erdbeben konfrontiert?

In Myanmar hat das verheerende Erdbeben die ohnehin schon schwere humanitäre Krise noch verschärft. Die Krankenhäuser sind überlastet und haben Mühe, die Verletzten zu behandeln. Die Kommunikationsnetze sind zusammengebrochen und blockierte Straßen machen Hilfslieferungen und Rettungsmaßnahmen nahezu unmöglich.

Viele Menschen sind gezwungen, im Freien zu schlafen, da sie Angst vor Nachbeben haben und nicht in ihre Häuser zurückkehren können. Die Lebensmittelvorräte sind knapp und 15,2 Millionen Menschen waren bereits vor dem Beben von Ernährungsunsicherheit bedroht. Ohne sauberes Trinkwasser ist die Gefahr von Krankheiten extrem hoch. Die medizinische Versorgung ist knapp und da es an Unterkünften mangelt, sind die Familien den harten Bedingungen schutzlos ausgeliefert.

Der anhaltende Konflikt erschwert die Rettungsbemühungen zusätzlich. Die Menschen suchen verzweifelt nach vermissten Angehörigen, aber aufgrund des eingeschränkten Zugangs sind viele von ihnen eingeschlossen oder werden vermisst. Die Bergung von Leichen wird immer schwieriger, während die Gemeinden darum kämpfen, ihre Toten inmitten der Zerstörung zu finden und zu bestatten.

Diese jüngste Katastrophe hat die Menschen in Myanmar an den Rand ihrer Kräfte gebracht. Sie haben bereits Konflikte und Vertreibung überlebt und ihre Widerstandsfähigkeit ist ein Beweis für ihre Stärke – aber je schlechter die Bedingungen werden, desto schwieriger wird das Überleben.

ShelterBox ist bereit, Notunterkünfte und Planen sowie Wasserfilter, Moskitonetze und Solarleuchten bereitzustellen. Wir brauchen Ihre Unterstützung, um diejenigen zu erreichen, die am meisten Hilfe brauchen.

Bitte spenden Sie, wenn Sie können, noch heute.

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Fragen und Antworten zum Erdbeben in Myanmar

Wo liegt Myanmar?

Myanmar, auch als Burma bezeichnet, liegt im Nordwesten Südostasiens.

Es grenzt an Indien, Bangladesch, China, Laos und Thailand.

Zu den von dem Erdbeben betroffenen Ländern gehören Myanmar, Thailand, China, Bangladesch, Indien und Laos.

 

 

 

Welche Herausforderungen gibt es bei Einsätzen nach einem Erdbeben?

Erdbeben stellen enorme logistische Herausforderungen dar und der anhaltende Konflikt in Myanmar macht den Einsatz bei dieser Katastrophe noch schwieriger. Es gab einen vorübergehenden Waffenstillstan, damit die Hilfe die Menschen erreicht, die sie brauchen.

Die Waffenruhe in den vom Erdbeben betroffenen Gebieten sollte bis Dienstag, den 22. April, andauern, aber es ist nicht klar, was dann passieren wird oder ob sie verlängert wird. In einigen Gebieten wurden Kämpfe gemeldet und in anderen Gebieten ist der Krieg noch im Gange. Dies macht die Situation äußerst schwierig. Es muss mehr getan werden, um den Hilfsorganisationen den Zugang zu ermöglichen, den wir brauchen.

Hinzu kommt, dass die Kommunikationsnetze ausgefallen sind, was es erschwert, das ganze Ausmaß der Zerstörung zu erfassen und Maßnahmen zu koordinieren. Auch die Infrastruktur wie Strom- und Wasserversorgung, Telefonnetze, Internet, Flughäfen, Straßen und Brücken sind schwer beschädigt.

Was ist ein oberflächlichennahes Erdbeben?

Je flacher das Erdbeben ist, desto zerstörerischer ist es wahrscheinlich. „Flache“ Erdbeben liegen in der Regel in einer Tiefe zwischen 0 und 70 km. Dieses Beben war nur 10 km tief.

Welche Auswirkungen haben Nachbeben?

Nachbeben sind kleinere Erdbeben, die nach der größten Erschütterung einer Erdbebenserie auftreten.

Sie treten zeitlich versetzt auf und können dazu führen, dass die Menschen Angst haben, nach Hause zurückzukehren. Sie können sich über einen Zeitraum von Wochen, Monaten oder sogar Jahren hinziehen.

Wie war die Lage in Myanmar vor dem Erdbeben?

Bereits vor dem Erdbeben war Myanmar mit einer der schwersten humanitären Krisen der Welt konfrontiert.

Das Land hat die fünfthöchste Zahl an Bedürftigen weltweit und mehr als 20 Millionen Menschen kämpfen ums Überleben. Millionen von Menschen ringen ums Überleben, während die Kämpfe weitergehen und das tägliche Leben gefährlich und unsicher machen.

Durch den anhaltenden Konflikt wurden bereits 3,5 Millionen Menschen vertrieben, was die Familien in Notunterkünfte zwang und zur Wirtschaftskrise beitrug.

Jetzt, da noch mehr Häuser zerstört sind und die Menschen in instabilen Gebäuden oder unter freiem Himmel leben, verschärft sich die Krise dramatisch.

Ohne dringende humanitäre Hilfe werden Tausende von Menschen weiterhin auf der Flucht sein und nirgendwo hingehen können.

 

Warum sollten Sie ShelterBox unterstützen?

Mit über 25 Jahren Erfahrung sind wir Experten für Notunterkünfte nach Katastrophen.

Von den Erdbeben in der Türkei und in Syrien im Jahr 2023 bis zum Tohoku-Erdbeben und Tsunami der Stärke 9 in Japan im Jahr 2011 haben wir bisher über 2,5 Millionen Menschen eine Unterkunft zur Verfügung gestellt.

In diesen unsicheren Zeiten ist Ihre Unterstützung wertvoller denn je.

Wir werden nicht aufhören, bis wir eine Welt sehen, in der keine Familie nach einer Katastrophe mehr ohne Obdach ist. Werden Sie uns helfen?