Der Konflikt im Norden Mosambiks führt zu einer der weltweit am schnellsten wachsenden Vertreibungskrisen.
Der Konflikt im Norden Mosambiks hat seit 2017 zu weitreichenden Vertreibungen geführt. Im Dezember 2023 kam es zu einer Eskalation der Gewalt in der Provinz Cabo Delgado im Norden Mosambiks, wodurch Menschen aus ihren Häusern vertrieben wurden.
Menschen, die bereits durch extreme Wetterbedingungen und Konflikte vertrieben worden waren, müssen erneut umziehen, da die Gebiete aufgrund der eskalierenden Gewalt unsicher geworden sind. Seit Ende 2023 mussten mehr als 70.000 Menschen ihr Zuhause verlassen.
Der Bedarf an Notunterkünften ist enorm, da Familien derzeit im Freien schlafen müssen und dort rauen Wetterbedingungen, Krankheiten und anderen Gefahren ausgesetzt sind.
Lesen Sie weiter, um zu erfahren, was in Mosambik geschieht und wie wir helfen.
Was passiert in Mosambik?
Mosambik ist eines der Länder mit der größten Ungleichheit in Subsahara-Afrika. In Verbindung mit extrem hoher Armut hat dies zu starken sozialen Spannungen geführt.
Im Oktober 2017 startete eine extremistische Gruppe namens Ahlu Sunna Wal-Jama Angriffe auf die nördliche Provinz Cabo Delgado. Seitdem verübt die Gruppe gewalttätige Angriffe auf unschuldige Menschen, Regierungstruppen und militärische Einrichtungen.
Die gewalttätigen Angriffe konzentrierten sich auf die Küste von Cabo Delgado, von der Stadt Pemba bis zur tansanischen Grenze. Da die Gewalt jedoch weiter zunimmt, breitet sie sich nun auch auf Provinzen wie Niassa aus.
Im Dezember 2023 hat die zunehmende Gewalt in der Provinz Cabo Delgado dazu geführt, dass weitere Gebiete unsicher geworden sind. Infolgedessen mussten Tausende weitere Menschen aus ihren Häusern fliehen. Die Angriffe fanden während der Erntezeit statt und zwangen die Menschen, ihre Felder, ihr Vieh und ihre Lebensgrundlage zurückzulassen.
Wo liegt Mosambik?
Mosambik ist ein Land im Süden Afrikas.
Im Osten liegt der Indische Ozean, im Norden grenzt es an Tansania, im Nordwesten an Malawi und Sambia, im Westen an Simbabwe und im Südwesten an Eswatini und Südafrika.
Mosambik hat eine Bevölkerung von etwa 28 Millionen Menschen (INE, 2017). 68 % leben in ruralen Gebieten und 60 % entlang der Küste. Die Lebensunterhalte der Bevölkerung ist größtenteils stark von den natürlichen Ressourcen abhängig.
46,1 % der Bevölkerung lebt schätzungsweise unter der Armutsgrenze (Quelle: UNDP.ORG).
Wer ist betroffen?
Bis März 2024 haben über 780.000 Menschen ihr Zuhause verlassen müssen. Davon sind 80 % Frauen und Kinder.
90 % der Menschen geben an, dass Unterkünfte ihr dringendstes Bedürfnis sind, gefolgt von Nahrungsmitteln (88 %).
Die meisten Menschen leben bei Familienangehörigen und Freund:innen in Aufnahmegemeinden, deren ohnehin schon knappe Ressourcen stark beansprucht sind.
Die Lage ist verzweifelt und chaotisch. Da sich andere Krisen weltweit weiter verschärfen, melden immer mehr humanitäre Organisationen, dass ihnen die Mittel für ihre Arbeit in Cabo Delgado ausgehen.
Die Communitys, die am stärksten von diesem Konflikt betroffen sind, benötigen so schnell wie möglich Notunterkünfte.
Wie hilft ShelterBox?
Wir unterstützen mit unserem Partner CARE Mosambik vulnerable Communitys. Im Rahmen dieses Einsatzes haben wir über 70.000 Menschen unterstützen können.
Die Bereitstellung von Hilfsgütern in Mosambik ist mit enormen logistischen Herausforderungen verbunden, da viele Menschen in schwer erreichbaren und hochriskanten Gebieten leben.
Wir versorgen Familien, die dringend Hilfe benötigen, mit Unterkünften, Planen, Solarlampen, Küchensets, Schlafmatten und Moskitonetzen.
Wir erreichen Menschen, die bisher keine Unterkunftshilfe erhalten haben, sowie Familien, die seit über sechs Monaten in Umsiedlungslagern leben und deren Notunterkünfte langsam baufällig werden.
Die Verteilung für die dritte Phase dieses Projekts sollte im Januar beginnen, jedoch haben wir das Projekt aufgrund zunehmender Sicherheitsbedenken vorerst ausgesetzt. Mit Unterstützung unseres Partners CARE Mosambik beobachten und bewerten wir die Lage genau, um zu entscheiden, wann es wieder sicher ist, die betroffenen Gebiete zu betreten. Bis dahin bleibt unser Projekt ausgesetzt.
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