Jemen
ShelterBox ist im Einsatz in Jemen und unterstützt dort Menschen, die aufgrund des Konflikts ohne Obdach sind.
Der Jemen befindet sich derzeit in der weltweit schlimmsten humanitären Krise. Diese ist das Ergebnis eines erbitterten Bürgerkriegs, Hungersnöten und einer zusammenbrechenden Wirtschaft.
Derzeit haben über 7,3 Millionen Menschen im Land ihr Zuhause verloren und benötigen Unterkünfte und andere lebensnotwendige Güter, um zu überleben.
Einer von ihnen ist Ali. Ali lebt mit seiner achtköpfigen Familie in einem Lager für Vertriebene in der Region Marib im Jemen.
Unser Partner BCHR hat sich während der schnellen Bedarfsermittlung mit ihm zusammengesetzt, um mehr über seine aktuelle Situation zu erfahren und herauszufinden, warum die Hilfe von ShelterBox in dieser Region so dringend benötigt wird.
Was hast Du gemacht, als Du gezwungen waren, aus Deinem Zuhause zu fliehen?
Ich habe als Gepäckträger gearbeitet und damit mich und meine Familie ernährt.
Vor dem Krieg verdiente Ali seinen Lebensunterhalt damit, Güter auf Lastwagen zu laden und von ihnen zu entladen. Sein Haus wurde bei einem Militärangriff zerstört.
Was ist mit Deinem Zuhause passiert?
Es wurde wegen der Kämpfe in der Gegend zerstört.
Nachdem sein Haus bei diesen Militärattacken zerstört worden war, floh Alis Familie in das Lager Marib. Dort sammelte er Metallschrott, Materialreste und Ölfässer, um eine Unterkunft für seine Familie zu bauen. Andere Familien haben noch weniger – sie leben unter Bäumen und bedecken sich mit Palmzweigen, um sich ein provisorisches Dach über dem Kopf zu schaffen.
Wie sind Deine derzeitigen Lebensbedingungen?
Die Bedingungen sind sehr schwierig, es gibt keine Arbeit, keine Rente, und wir erhalten nur wenig Hilfe von den Organisationen. Wir leben in einem Nest aus Stroh, Schrott und einigen Fässern.
Wie sieht Dein Leben derzeit aus?
Das Leben ist hart, es gibt keine Arbeit, kein Einkommen, die Preise sind sehr hoch, dafür erhalten wir nur sehr wenig Hilfe, und die wird uns auch nicht immer gewährt, sondern nur manchmal.
Ein Faktor, der das Überleben in diesem Lager so schwer macht, ist die drohende Gefahr von Krankheiten. Zusätzlich zur Coronavirus-Pandemie [die zum Zeitpunkt dieses Interviews noch andauerte] ist das Land von der schlimmsten Choleraepidemie der Neuzeit betroffen. Zu dieser Gefahr kommt hinzu, dass die Kombination aus einem dicht besiedelten Lager und mangelnder Hygiene einen Nährboden für Mücken schafft, die Malaria oder Dengue-Fieber übertragen können.
Wir können diese enorme humanitäre Krise nicht lösen, aber wir können Menschen wie Ali dabei helfen, sicherere Orte für ihre Familien zu schaffen und sich vor Krankheiten zu schützen.
Mit Ihrer Unterstützung können wir geeignete Hilfsgüter schicken und praktische Schulungen anbieten, die es Familien im Jemen und auf der ganzen Welt ermöglichen, ihre Unterkünfte zu verbessern.
Die Krise im Jemen erklärt