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Freitag 17 März 2017

Beten um Regen am Horn von Afrika
Beten um Regen am Horn von Afrika

Täglich schauen die Menschen in Somalia ängstlich in den Himmel. Wird bald der lang ersehnte  Regen kommen, den man hier als "Gu" bezeichnet, und sie vor der Hungersnot retten können? Denn  wenn die Regenfälle ausbleiben, werden sie mit Sicherheit auch noch ihr verbliebenes Vieh und somit ihre letzte Lebensgrundlage verlieren.

Millionen Menschen am Horn von Afrika benötigen derzeit unsere Hilfe, denn die dramatische Dürre zwingt sie dazu, auf der Suche nach Wasser und Nahrung ihre Heimat zu verlassen. Der April ist üblicherweise die Hauptregenzeit in Somalia, in der drei Viertel des jährlichen Niederschlags in der Region fallen. Aber in den letzten drei Jahren hat diese Gegend von Afrika die schlimmste Dürreperiode seit Langem erlebt. Kein Regen bedeutet kein Futter für ihre Tiere und somit auch keine Nahrung für die Bevölkerung. Allerorten liegen Tierkadaver als stumme Zeugen in der sengenden Sonne verstreut.

Somalia hat drei Millionen Einwohner, die Hälfte davon sind Nomaden. Das Nomadenleben hängt von Viehbestand und der kontinuierlichen Suche nach Weideland ab. Bis zu 70% der Viehbestände sind in einigen Gebieten bereits verendet. Und die Menschen werden auf ihrer verzweifelten Suche nach Wasser und Weideland immer weiter von ihren üblichen Routen weggetrieben. Jetzt, da Durst und Unterernährung eine tägliche Bedrohung darstellen, sind die Menschen gezwungen, noch weiter in die Wüste zu gehen. So machen sich die Männer und älteren Söhne auf die Suche nach Weideland und Frauen und Kinder bleiben in ihren Behausungen unter katastrophalen Bedingen zurück.

ShelterBox ist momentan in der Stadt Hargeisa mit Regierungsvertretern im Gespräch über das Ausmaß der Hungerskatastrophe und mögliche Hilfsprogramme. Bei den betroffenen Familien handelt es sich nicht nur um Menschen aus Somalia selbst, sondern dazu kommen auch diejenigen, die vor Hungersnot und Konflikten aus Jemen, Dschibuti und Äthiopien geflohen sind. Sie alle brauchen jetzt Wasser, Nahrung, Medikamente und Notunterkünfte.

ShelterBox Einsatzleiter James Luxton sagt: „Somalia ist in vielerlei Hinsicht besonders. Es hat den Vorteil, relativ friedlich zu sein, ohne laufende Konflikte wie in den benachbarten Gebieten. Familie und Gemeinschaft stehen hier wirklich an erster Stelle. Die Clans helfen sich noch untereinander.  Nomaden, die aus einem Gebiet vertrieben werden, suchen Hilfe bei ihren Clan- oder Stammesmitgliedern in einem anderen Gebiet. Doch unter diesen extremen Bedingungen sind auch diese Möglichkeiten bald erschöpft. Es gibt zwar auch einige staatliche Camps, aber die sind am Rande ihrer Kapazität.“

"Dadurch, dass die nomadische Bevölkerung ständig unterwegs ist, stehen wir nun vor der großen Herausforderungen, die Betroffenen in diesem riesigen Territorium auch alle zu erreichen. Deshalb  sprechen wir mit allen relevanten Hilfsorganisationen, Regierungsvertretern und verschiedenen Organisationen der Vereinten Nationen und werden dann entscheiden, welche Art von Hilfe wir leisten können."

UPDATE: 29.03.2017 - Endlich hat der langersehnte Regen eingesetzt. Dies bringt zwar Linderung für die Menschen, doch sie sind nach wie vor auf unsere Hilfe angewiesen, denn viele haben kein Dach über dem Kopf und sind schutzlos kalten Nächten ausgeliefert.

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