Montag 05 Dezember 2011
Internationaler Tag des Ehrenamtes

Bentje Grünewald arbeitet ehrenamtlich für ShelterBox Germany und klärt über die Arbeit der Hilfsorganisation auf. Foto: Christian Schiefer
Freiwillige Helfer sind seit den Anfängen von ShelterBox im Jahr 2001 absolut unentbehrlich. Dank ihrer tollen Unterstützung sind die Verwaltungsausgaben von ShelterBox so gering und ein sehr großer Anteil der Spendeneinnahmen kann direkt in die Hilfsgüter und ihre Verteilung über den gesamten Globus hinweg fließen.
In den vergangenen Jahren ist ShelterBox rasch gewachsen und hat inzwischen 21 Tochterorganisationen auf der ganzen Welt. Mit dieser Größe hat auch das Netzwerk an Freiwilligen an Größe gewonnen. Sie kommen aus aller Herren Länder und unterstützen ShelterBox auf verschiedene Art und Weise: bei Verwaltungsaufgaben, im Bereich Fundraising oder auch beim Packen der grünen Boxen selbst.
Heute ist der Internationale Tag des Ehrenamtes und daher möchte ShelterBox all seinen freiwilligen Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz danken. Danke, dass Ihr diesen einen Schritt weiter geht, der weltweit für Familien in Zeiten größter Not den Unterschied bedeuten kann.
Susanne Büttner, Affiliate Manager von ShelterBox Germany, lobt das Engagement der zahlreichen Ehrenamtlichen: „Ohne die Leistungen der zahlreichen Ehrenamtlichen, die sich bei ShelterBox Germany engagieren, hätten wir die deutsche Tochterorganisation von ShelterBox in den vergangenen viereinhalb Jahren seit der Gründung nicht zu der machen können, die sie heute ist. Gemeinsam haben wir bisher dafür gesorgt, dass mehr als 3.000 Überlebenskisten, finanziert aus deutschen Spendengeldern, Menschen in Not, Hilfe und Hoffnung geben können. Sie opfern einen Großteil ihrer Freizeit, um Menschen zu helfen, die sie noch nie getroffen haben und vermutlich auch nie treffen werden. Das ist nicht selbstverständlich! Jeder von ihnen nutzt seine individuellen Stärken um das Team bestmöglich zu unterstützen. Da ist es nur rechtens, wenn so viel Engagement auch mit einem "Feiertag" gewürdigt wird.“

Julia Schaper bei ihrem Einsatz im Flüchtlingslager Dadaab, Kenia. Foto: Ben Spurway
Die folgenden drei Profile zeigen, dass die Helfer von ShelterBox Leidenschaft, Einsatzbereitschaft und Engagement verbindet.
Julia Schaper
Julia Schaper lebt in Heidelberg, schreibt derzeit an ihrer Diplomarbeit und arbeitet ehrenamtlich als ShelterBox Response Team Mitglied (SRT), freiwillige Katastrophenhelfer, die die Hilfsgüter von ShelterBox vor Ort an die Menschen in Not verteilen. Infolge der Hungersnot am Horn von Afrika verteilte sie im August 2011 mit drei anderen SRT Mitgliedern grüne Überlebenskisten an zahlreiche Flüchtlingsfamilien in Dadaab, dem größten Flüchtlingslager der Welt.
„Die Einzelschicksale waren erschütternd: viele Frauen waren allein mit ihren Kindern unterwegs, hatten ihren Mann zu Hause bei den verendeten Tieren gelassen, kamen mit leeren Händen und hungernd nach Dadaab. Oft wurden Familienangehörige oder Freunde auf der tagelangen Reise krank oder starben. Trotz allem bewahrten sich viele der Betroffenen etwas Hoffnung auf Hilfe, Nahrung, Obdach und die Rückkehr in ein Leben, in dem sie nicht jeden Tag um den Tod bangen müssen.“
„Ich bin froh, dass ich in Kenia sehen konnte, wie wichtig und nötig die Arbeit von ShelterBox ist, und wie glücklich und dankbar diejenigen sind, denen diese Hilfe zuteilwird. Sich für ShelterBox zu engagieren bedeutet für die Meisten nicht nur einen Ausgleich zum redundanten und von der Wirtschaft bestimmten Alltag.“
Schaper ist von der Idee und der effizienten und anpassungsfähigen Arbeitsweise der Organisation begeistert. Sie ist mit ganzem Herzen dabei – ihr Engagement wurde zur Leidenschaft.
Lennart Winkelmann
Lennart Winkelmann studiert Medizin an der Charité in Berlin und hilft in seiner Freizeit Menschen in Not. Als ShelterBox Speaker hält er Vorträge und betreut Spendenaktionen im gesamten Bundesgebiet. Er hat bereits Spenden im Wert von mehr als drei Überlebenskisten generiert.
„Ich habe starkes Interesse daran, mich für diejenigen einzusetzen, die dringend Hilfe benötigen, wenn sie von Naturkatastrophen betroffen sind. Die Arbeit von ShelterBox hat mich vom ersten Moment an fasziniert.“
Seit vergangenem März engagiert sich Winkelmann ehrenamtlich bei ShelterBox Germany und hat seitdem nicht aufgehört, für ShelterBox zu werben – sei es durch Präsentationsstände in Einkaufszentren, durch das Organisieren und Halten von Vorträgen vor einer breiten Zuhörerschaft, beispielsweise vor örtlichen Rotary Clubs, Studenten und lokalen Schulleitern.
Es vergeht kaum ein Tag, an dem Winkelmann nicht eine neue Möglichkeit auftut, die Idee von ShelterBox zu verbreiten. Er zeigt einen enormen Teamgeist, ermuntert immer wieder zur Zusammenarbeit zwischen den Freiwilligen in seiner Umgebung, sorgt ständig für Teamzuwachs und hilft neuen Mitgliedern dabei, sich schnell zurechtzufinden.
David Crook
„Mich bei ShelterBox einzubringen ist ein bedeutender Teil meines Lebens. Die Arbeit, die die Katastrophenhilfsorganisation leistet, macht nicht nur einen Unterschied für das Leben der hilfsbedürftigen Menschen aus, sondern auch für mein eigenes, hinsichtlich der Hilfe, die ShelterBox für Familien bietet.“
Von Cornwall im Südwesten Englands aus arbeitet David Crook bereits seit 2007 ehrenamtlich für ShelterBox. Als ShelterBox Speaker hat er bereits über 300 Präsentationen an Schulen und bei verschiedenen Veranstaltungen gehalten. Bekannt ist er auch für seine Führungen durch das Lager von ShelterBox, indem die Hilfsgüter aufbewahrt und die grünen Überlebenskisten individuell für die Einsätze gepackt werden.
„Wenn jemand interessiert ist, dann erzähle ich ihm, was ShelterBox macht. ShelterBox hilft effektiv und schnell. Die Lösung von ShelterBox funktioniert“, so Crook.
Als pensionierter Direktor einer Grundschule wollte Crook sich für ShelterBox nach seiner Sri Lanka-Reise vor einigen Jahren engagieren: „Ich traf einen Mann, der durch den Tsunami am zweiten Weihnachtstag 2004 eines seiner beiden Kinder und auch seinen Rikscha-Betrieb verloren hat. Trotz seines Verlustes und seines Leids schien er durchaus glücklich zu sein, da er dank einer Überlebenskiste mitsamt ihrer Hilfsgüter in der Lage war, sein Leben im Kreise seiner Familie langsam wieder aufzubauen. Seine Geschichte motivierte mich, bei ShelterBox mitzuarbeiten.“

