Dienstag 03 Mai 2011
KOLUMBIEN - ShelterBox erneut im Einsatz

ShelterBox ist zum zweiten Mal innerhalb von sechs Monaten in Kolumbien im Einsatz, nachdem von großflächigen Überschwemmungen insgesamt rund drei Millionen Menschen betroffen sind.
Starke Regenfälle im April haben vor allem in den Regionen Überschwemmungen verursacht, die bereits zum Jahresende 2010 von starken Fluten betroffenen waren. Insgesamt wurden damals 1.600 grüne Überlebenskisten an die Menschen in größter Not verteilt; heute werden weitere Hilfsgüter im Land benötigt.
224 Überlebenskisten wurden von einem ShelterBox Lager in Panama aus ins Land geflogen. Sallie Buck (UK), ein Mitglied der ShelterBox Response Teams (SRT), das derzeit im Land arbeitet, spricht von einem riesigen Hilfebedarf: „Vor allem Fischer und ihre Familien, die traditionell in den Überschwemmungsgebieten leben, sind in Kolumbien von den Fluten betroffen. An den Ufern des Flusses Magdalena befinden sich Seen, die sich durch die Regenfälle verbunden haben und nun große Landflächen überschwemmen. Ganze Dörfer sind unter den Wassermaßen begraben. Wir haben ein Dorf besucht, indem 87 Familien ihre Häuser und all ihr Hab und Gut verloren haben. Sie müssen nun in elenden Verhältnissen leben und sich provisorische Obdach und Schutz errichten.“
ShelterBox arbeitet weiterhin eng mit der Kolumbianischen Regierung zusammen, um die Hilfsgüter an die am stärksten betroffenen Menschen zu verteilen. Kolumbiens First Lady, Maria Clemencia Rodriguez, hat sich bereits bei einem Besuch des ersten ShelterBox Lagers in Barrancabermeja bei den SRT Mitgliedern im Land für die Unterstützung von ShelterBox bedankt.
Das Wetterereignis La Niña tritt meist im Anschluss an ein El-Niño-Ereignis auf und wird durch eine Senkung der Seetemperatur hervorgerufen. Typischerweise löst es starke Regenfälle in Südamerika aus. Das kolumbianische Institut für Meteorologie (IDEAM) hat die rote Alarmstufe ausgerufen und erwartet noch stärkere Regenfälle im Land, die bis Juni anhalten.

